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  1. Haare
  2. Halsentzündung
  3. Hämorrhoiden
  4. Harnwegsinfekte
  5. Hausapotheke
  6. Haut-/Gesichtspflege
  7. Hautpilzerkrankungen
  8. Heilwasser
  9. Herpes
  10. Heuschnupfen
  11. Husten

1. Haare
Haare sind wahrscheinlich unser größter Schmuck. Als Sinnbild für Schönheit und Attraktivität bestimmen sie wesentlich den Eindruck, den wir auf andere Menschen machen. Allerdings sieht es ganz anders aus, wenn wir jemandem zum Beispiel mit strähnig herunter hängenden Haaren ohne Glanz begegnen. Unterbewusst bewerten wir diesen Menschen mit dem Stempel „weniger sympathisch“. Aus diesem Beispiel wird deutlich, dass die Haare es wert sind, um sich intensiv um sie zu kümmern. Aber nicht jeder ist mit einer wallenden Löwenmähne geboren, was aber nicht so schlimm ist. Denn mit den richtigen Pflegeprodukten, Shampoos und einigen Tipps kann man der Natur sehr gut nachhelfen. Grundsätzlich erfüllt ein Shampoo zwei Funktionen: Es soll zum einen die Haare reinigen und ihnen wichtige Nährstoffe zufügen, zum anderen sollen sie die Kopfhaut pflegen, denn eine gesunde Kopfhaut ist die Basis für schönes Haar. Nur so kann die Haarwurzel optimal mit Nährstoffen versorgt werden und das Haar gesund nachwachsen.

2. Halsentzündung
Halsschmerzen können bei ansonsten gesunden Erwachsenen gut selbst behandelt werden. Es gibt eine ganze Reihe von bewährten Hausmitteln auf die man bei akuten erkältungsbedingten Halsschmerzen zurückgreifen kann. Durch mehrmals tägliches Gurgeln können Sie Krankheitserreger bereits im Rachenraum wegspülen. Eine verstärkende Wirkung erzielen Sie, wenn Sie eine desinfizierende Lösung zum Gurgeln verwenden. Dazu sind beispielsweise die in der Apotheke erhältlichen alkoholischen Thymianlösungen hervorragend geeignet, da der darin enthaltene Wirkstoff Thymol sowohl gegen Bakterien als auch gegen Viren wirkt. Ein erprobtes Hausmittel aus "Omas Mottenkiste" ist das Gurgeln mit Salzwasser. Am besten nimmt man grobes Meeressalz. Geben Sie dazu etwa einen halben Teelöffel Salz in eine Tasse mit lauwarmem Wasser und gurgeln Sie damit mehrere Minuten. Das Salz desinfiziert und lindert die Schmerzen. Bei Bedarf können Sie dies alle zwei bis drei Stunden wiederholen. Mit Gurgeln allein sind jedoch tiefere Halsabschnitte nicht zu erreichen. Deshalb sollte man zusätzlich reizlindernde Kräutertees trinken. (s. o.) Um die Wirkung zu verstärken, sollte man zunächst mit dem Tee gurgeln und diesen anschließend einfach herunterschlucken. Auf diese Weise kann jeder Winkel im Rachenraum erreicht werden.

Bei Halsschmerzen ist es wichtig viel zu trinken, um die Erkältungsviren auszuschwemmen. Besonders wohltuend für den Hals sind heiße Milch mit Honig oder reizlindernde Kräutertees aus Salbei- Malven-, Huflattich-, Thymian-, Fenchel-, Anis- Eibisch- oder Spitzwegerichblättern. Um den Schleim zu lösen sind Inhalationen besonders effektiv, da so auch der Bereich des Kehlkopfes gut erreicht werden kann. Hierzu eignen sich besonders Zusätze aus Heilkräutern wie Kamille (keimtötende und enzündungshemmende Wirkung), Salbei (desinfizierende Wirkung, besonders bei Infektionen im Hals-Rachenraum), Thymian (wirkt keimtötend, schleimlösend und auswurffördernd), Anis und Fenchel (schleimlösende Wirkung). Auch das Inhalieren von Salzwasser wirkt schleimlösend und befreit Nase und Nebenhöhlen. Feuchte Wickel haben allgemein einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und mobilisieren die körpereigenen Abwehrkräfte. Halswickel wirken entzündungshemmend bei Erkrankungen im Hals- und Rachenbereich. Dabei sollten bei akuten Halsschmerzen kalte Wickel aufgelegt werden, während bei länger anhaltenden Halsschmerzen die Anwendung von warmen Wickeln (ca. 36-37 Grad) besonders wirksam ist. Es gibt zahlreiche Rezepte für die Anwendung von Halswickeln.

3. Hämorrhoiden
Haben sich bereits Hämorrhoiden gebildet, sollten Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt untersuchen lassen. Salben und Zäpfchen können unangenehmen Juckreiz und Schmerzen lindern. Auch Sitzbäder mit Kamille oder dem Zusatz von Lavendelöl können die Symptome abklingen lassen. Beim Toilettengang nicht zu stark pressen, weiches Toilettenpapier verwenden. Zu starker Druck und hartes Papier können die Haut reizen oder gar verletzen und Blutungen am After verursachen. Bei feuchten Toilettentüchern sollte darauf geachtet werden, dass diese keine chemischen Zusatzstoffe enthalten. Diese können Allergien auslösen.

4. Harnwegsinfekte
Trinken Sie Preiselbeer- oder Heidelbeersaft (auch über einige Wochen möglich bei Rückfallgefahr!). Diese enthalten Inhaltsstoffe, die es den Bakterien schwer machen, an den Schleimhäuten zu haften.

  • Pflanzliche Fertigpräparate gegen Harnwegsinfekte sind: Cystinol, Spasmo urgenin TC, Solidagoren, Uvalysat Bürger, Cysto Fink (einige sind kassenüblich).
  • Saftkuren mit selbst gepressten, frischen Säften sind sehr gut wirksam: Möhren-, Gurken-, Sellerie- und Petersiliensaft ! Diese Säfte sind sehr gute Entwässerungsmittel.
  • Kräutertees mit Bärentraubenblätter (enthalten den Wirkstoff Arbutin), Birkenrinde (enthalten entwässernd wirkende Flavonoide) oder kriechende Quecke können sehr gute ausheilende Wirkungen bei Harnwegsinfekten entfalten. Gut wirksam ist auch ein Kaltauszug vom Echten Eibisch(Althea offic.). Bitte am Tag vorher kalt ansetzen.
  • Probieren Sie unseren Blasen- und Nieren-Tee Nr. 55 (mit Goldrute, Löwenzahn, Birke) oder Tee Nr. 62 (mit Bärentraube, Birke, Orthosiphonblätter).
  • Zwei natürliche Antibiotika gegen Harnwegsinfekte sind: Sonnenhut (=Echinacea) und die Orangenwurzel (Hydrastis canandensis) . Sie können Echinacea- und Orangenwurzeltinkturen zusammen oder getrennt einnehmen (aus Reformhaus / Apotheke).
  • Außerdem einen Versuch wert: die Granberry Saftkur mit je zwei Esslöffel Cranberrysaft (Vollfrucht) am Morgen und Abend.

5. Hausapotheke
Ihre Hausapotheke sollte enthalten:

  • Verbandmull
  • Mullbinden
  • Verbandpäckchen
  • Elastische Binden
  • Heftpflaster(rolle)
  • Wundschnellverbände
  • Brandwunden-
  • Verbandpäckchen
  • Gel für Insektenstiche
  • Gel für Sonnenbrand
  • Desinfektionsmittel für
  • kleinere Verletzungen
  • Arnikatinktur für
  • Umschläge
  • Schmerztabletten
  • Krampflösende Zäpfchen
  • Kreislaufmittel
  • Hustenmittel
  • Schnupfenmittel
  • Halspastillen
  • Grippetabletten
  • Gurgelmittel
  • Präparat gegen Mundschleimhautentzündung
  • Beruhigungsmittel
  • (z. B. Baldriantropfen)
  • Mittel gegen Durchfall
  • Mittel gegen Verstopfung
  • Häufig benötigte Tees
  • (z.B. Kamillentee, Pfefferminztee)
  • Mittel bei Zahnungsbeschwerden
  • Mittel gegen Blähungen
  • Kleinkinder-Nasentropfen
  • Salbe gegen Wundsein
  • Zäpfchen gegen Fieber
  • Verbandschere
  • Sicherheitsnadeln
  • Splitterpinzette
  • Dreiecktuch
  • Augenklappe
  • Wattestäbchen
  • Mundspatel
  • Wärmeflasche
  • Fieberthermometer und
  • Kinderfieberthermometer

Beachten Sie bitte folgende Regeln:

1. Bewahren Sie Ihre Hausapotheke an einem kühlen, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten Ort auf (z. B. im Schlafzimmer).
2. Halten Sie alle Medikamente außerhalb der Reichweite von Kindern.
3. Überprüfen Sie Ihre Hausapotheke zweimal im Jahr. Am besten vor Eintritt der kalten Jahreszeit und vor den Sommerferien.
4. Beseitigen Sie alle überzähligen alten Flaschen, Tuben und Schächtelchen.
5. Achten Sie aber darauf, dass diejenigen Dinge, die Sie für den Notfall brauchen, komplett vorhanden sind.
6. Beseitigen Sie alle Medikamente, denen das Etikett oder die Gebrauchsanweisung fehlt.
7. Vermerken Sie auf jedem Arzneimittel das Einkaufsdatum.
8. Beachten Sie Aufbewahrungsvorschriften und Haltbarkeitshinweise des Herstellers
9. Augentropfen sind nach Anbruch nur vier Wochen haltbar.
10. Befolgen Sie jede Einnahmevorschrift genauestens.
11. Nehmen Sie kein Arzneimittel, das jemand anderem verschrieben wurde.
12. Verwenden Sie niemals Arzneimittelreste, die von früheren Verschreibungen Ihres Arztes zurückgeblieben sind, auf Grund einer selbst erstellten „Diagnose“.
13. Nehmen Sie Medikamente niemals im Dunkeln ein.
14. Bewahren Sie Putz- und Reinigungsmittel, wie Fleckenwasser, Salmiakgeist, Säuren, Terpentinöl u.ä. nicht in Ihrer Hausapotheke auf.
15. Kleben Sie Telefonnummer und Adresse Ihres Hausarztes, Ihrer Apotheke und des Deutschen Roten Kreuzes (Krankentransport) auf die Innenseite Ihrer Hausapotheke.
16. In allen Fragen der Anwendung, Aufbewahrung und Überprüfung auf Verwendbarkeit und der eventuellen Beseitigung von Medikamenten berät Sie Ihr Apotheker.
Quelle: Merkblatt für die Hausapotheke - Deutscher Apotheker Verlag

6. Haut-/Gesichtspflege
Wahre Schönheit kommt von innen! Persönlichkeit und Ausstrahlung entscheiden oft darüber, ob jemand als attraktiv wahrgenommen wird. Glatte und gepflegte Haut sind äußere Kennzeichen für natürliche Schönheit und Vitalität. Doch gegen das natürliche Altern ist leider jeder machtlos, so schleichen sich mit der Zeit Fältchen ein. Vitamin- und Feuchtigkeitsmangel kann der Haut ebenso zusetzen wie UV-Strahlung, Stress, zu wenig Bewegung an der frischen Luft oder zu wenig Schlaf. Unsere Haut verfügt zwar über ein so genanntes Reparatursystem, das gewisse Schäden wieder ausgleichen kann, wenn jedoch massive Zellstrukturveränderungen vorliegen, kommt es zu Hautschäden und der dabei auftretende Feuchtigkeits- und Elastizitätsverlust führt zur Faltenbildung, mit der Folge, dass die Haut vorzeitig altert. Hinzu kommt, dass mit den Jahren die eigene Regenerationsfähigkeit der Haut abnimmt. Folgende Pflegeprodukte helfen:

  • Gesichtscreme
  • Gesichtsreinigung
  • Peeling
  • Gesichtswasser
  • Pflege für die reifere Haut Hautreinigung
  • Sonnenschutz

7. Hautpilzerkrankungen
Im menschlichen Organismus gibt es etwa 100.000 Pilzarten, von denen nur ungefähr 100 Infektionen auslösen können. Die am häufigsten vorkommenden Pilze sind die Hefepilze, die zur Pilzfamilie „Candida“ gehören. Diese befinden sich auf der Haut und in den Schleimhäuten. Auch in der Vaginalschleimhaut sind die Hefepilze ganz natürlich angesiedelt. Sie sorgen für einen leicht sauren pH-Wert in der Scheide, um dort einen Säureschutzmantel aufrecht zu erhalten. In der Apotheke erhalten Sie wirksame Mittel mit denen sich Hautpilze meist schnell und einfach beseitigen lassen.

8. Heilwasser
Behandlungen mit Wasser sind schon seit Jahrtausenden Bestandteil der Badekultur, weil man davon ausging, dass das kühle Nass Heilkräfte besitzt. Sowohl die Griechen als auch die Römer bauten öffentliche Bäder, die sich zu Erholungs- und Gesellschaftszentren entwickelten, quasi eine Urform unserer heutigen Kurorte. Als Vater der Hydrotherapie gilt der römische Ehrenbürger Antonius Musa. Dieser soll Kaiser Augustus mit kalten Bädern geheilt haben. Im Mittelalter litt der Ruf des Wassers, weil die Menschen annahmen, dass es Infektionskrankheiten überträgt. Erst im in der Renaissance erhielt das Wasser als heilende Kraft wieder einen Aufschwung. Heilkräftige Quellen bezeichnete der Volksmund als „Gesundbrunnen“. Man badete in den Quellen oder füllte das Wasser ab, um es in der häuslichen Krankenpflege zu verwenden. Im 17. Jahrhundert begann der Versand von Mineralwässern im großen Stil, das 19. Jahrhundert brachte mit dem Aufkommen des Tourismus einen „Bäderboom“ und die staatliche Anerkennung vieler Heilquellen. Nach aktuellem Wissensstand besitzen Heilwässer vier Wirkstoffkomponenten: Mechanische, thermische, chemische und unspezifische.

Bei den mechanischen Faktoren unterscheidet man Auftrieb, Reibung und Druck. Diese physikalischen Kräfte bewirken, dass wir im Wasser nur etwa zehn Prozent unseres Gewichtes wiegen und Bewegungen ausführen können, die uns sonst schwer fallen oder Schmerzen bereiten würden. Therapien und Trainingsmethoden wie Aqua-Fit oder Aqua-Gym machen sich diese Eigenschaft des Wassers zunutze.

Von Thermalwasser spricht man, wenn die Quelle eine konstante Temperatur von über 20 Grad Celsius aufweist. Thermalwasser wirkt entspannend und schmerzstillend und wird in Form von Voll- oder Teilbädern sowie Packungen zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen angewendet. Verantwortlich für die chemischen Wirkungen von Heilquellen sind die im Wasser gelösten Mineralien und Spurenelemente aus der Tiefe der Erde, die den Stoffwechsel anregen, zur Entgiftung und Entschlackung beitragen und Hauterkrankungen günstig beeinflussen. Unter „unspezifischen Wirkungen“ versteht man heilende, lindernde oder prophylaktische Effekte von Heilwässern, die sich nicht auf die genannten Faktoren zurückführen lassen. Quellen, deren positive Wirkungen derartige Rätsel aufgeben, nennt man Akratopegen. Jede Bade- und Trinkkur ist eine Reiztherapie, bei der es zu einer Umstellung des gesamten vegetativen Spannungszustandes (Tonus) kommt: Man fühlt sich rundum wohler, entspannter, aktiver und „wie neugeboren“.

9. Herpes
Der Patient ist durch den Herpes nicht nur sichtbar durch Bläschen gekennzeichnet, die Krankheit ist auch ziemlich unangenehm. Die gute Nachricht: Die Beschwerden der Infektion sind gut zu bekämpfen. Lippenherpes ist die bekannteste Herpesinfektion und wird vorwiegend vom Herpesvirus Typ 1 ausgelöst, während der Typ 2 bevorzugt die Schleimhäute im Genitalbereich angreift. Die erste Infektion mit Lippenherpesviren verläuft meist unbemerkt und oft ohne Krankheitszeichen. Allerdings sind die Viren schlau, denn sie können für das Immunsystem unerkennbar im Körper verweilen. Bei einer geschwächten Abwehr, Stress, Regelbeschwerden oder Fieber kann es dann zu einer Sekundärinfektion kommen. Sichtbarer Lippenherpes ist die Folge. Das Beschwerdebild ähnelt den Fieberbläschen. Die ersten Anzeichen des Lippenherpes sind Kribbeln, Brennen, Juckreiz und ein Spannungsgefühl, seltener auch Schmerzen. Kurze Zeit darauf entstehen kleine mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Diese platzen nach einigen Stunden oder Tagen, trocknen aus und hinterlassen Krusten, die ungefähr nach sieben bis Tagen von selbst abheilen.

Früher behandelte man Herpes mit Zahnpasta. Bei manchen Menschen reicht diese Prozedur auch aus, weil die Paste die Bläschen eintrocknet und sie „versiegelt“. Japanische Forscher haben herausgefunden, dass Johannisbeerextrakt wirksam gegen Herpes sein soll. Viele Patienten kommen aber nicht um einen Besuch in der Apotheke herum, weil der Erreger hartnäckig sein kann. Cremes mit dem Wirkstoff Aciclovir haben sich bewährt. Ebenso sollen Wärmebehandlungen mit speziellen Thermostiften die Herpesviren in Schach halten und die Ausbildung der Symptome verhindern. Ihr Apotheker berät Sie gerne, welche Behandlungsmaßnahme im individuellen Fall am effektivsten ist.

10. Heuschnupfen
Heuschnupfen hört sich wie eine harmlose Erkältung an, ist aber alles andere als eine Bagatelle. Er kann Menschen über mehrere Tage aus dem Gefecht setzen. Die Pollen sondern ihre allergenen Substanzen auf den feuchten Oberflächen der Schleimhäute ab. Daraufhin wird der Botenstoff Histamin, ausgeschüttet, der Augen, Nasennebenhöhlen, Bronchien oder Lunge unbemerkt entzündet. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann aus dem Heuschnupfen ein chronisches Asthma bronchiale oder eine chronische Nebenhölenentzündungen entstehen. Diese Allergiker-Karriere ist leider noch steigerbar: Jeder dritte Pollenallergiker verträgt nach einer gewissen Zeit gewisse Nahrungsmittel nicht mehr, da die Eiweiße an der Pollenoberfläche denen von Obst und Nüssen ähneln und sich Kreuzallergien entwickelt haben.

Medikamente gegen Heuschnupfen
Nasensprays/Augentropfen
- Entzündungshemmende Sprays oder Augentropfen mit so genannten Alpha-Sympathikomimetika verengen die Blutgefäße und lassen die Schleimhäute vorübergehend abschwellen. Diese rezeptfreien Sprays und Tropfen sollten nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden, da sie beispielsweise zum medikamentösen Schnupfen führen können.
Antihistaminika - Sie sind als Tropfen, Sprays oder in Tablettenform erhältlich und blockieren den allergieauslösenden Botenstoff Histamin. Früher machten sie schläfrig, dank des medizinischen Fortschritts sind sie mittlerweile besser verträglich.
Kortison - Das verschreibungspflichtige Kortison wirkt gegen starke Entzündungen und damit gegen ausgeprägte Allergien. Inzwischen wird es meistens als Spray verschrieben, wirkt lokal und geht daher nicht mehr ins Blut über. So bleiben unschöne Nebenwirkungen bei den Dosierungen für Pollenallergikern meistens aus.
Mastzellstabilisatoren - Die Mastzellstabilisatoren kommen als Zusatzmaßnahme in Frage und sollten bereits vor der Pollensaison eingenommen werden. Sie verringern die Freisetzung des Histamins, das in den Mastzellen produziert wird. Dadurch reagiert das Immunsystem weniger empfindlich.
Hyposensibilisierung – Eine wirksame Möglichkeit, die Ursache der Pollenallergie zu behandeln ist die spezifische Immuntherapie, die auch unter den Begriffen Hyposensibilisierung, Desensibilisierung oder Allergie-Impfung bekannt ist. Das Immunsystem wird immer wieder mit dem stark abgeschwächten Allergen konfrontiert und entwickelt schließlich eine Toleranz gegenüber den Pollen.

10. Husten
Husten ist eins der quälendsten Symptome von Erkältungen. Seine Formen reichen vom Reizhusten bis hin zu wahren Hustenattacken. So wie vieles Unangenehme im Leben hat aber auch der Husten einen Sinn, denn dieser Reflex ist ein Schutzmechanismus des Körpers, um die Atemwege von Fremdkörpern und Sekreten, z.B. Staub oder Schleim, zu befreien. Jede dieser quälenden Hustenattacken bedeutet enormen Stress für den Körper: Es ist, als ob ein Orkan in den Atemwegen tobt. Zunächst steigt dabei der Druck in den unteren Atemwegen, bis sich der Kehlkopfdeckel explosionsartig öffnet. Der bei dieser „Sprengung“ freigesetzte Luftstrom reißt verklebten Schleim mit sich und schleudert ihn hinaus. Bei einem solchen Hustenstoß können Geschwindigkeiten bis zu 900 Kilometer pro Stunde erreicht werden. Dabei werden auch Teile der schützenden Schleimschicht weggerissen.

Schleim lösen oder Husten stillen:

  • Damit sich der Schleim in den Bronchien lösen kann, ist es wichtig, dass der Hustenreflex nicht unterdrückt wird, z.B. mit Hustenreiz stillenden Medikamenten. Schleimlösende Präparate eignen sich besser, vor allem wenn der Husten „festsitzt“.
  • Um die Schleimlösung außerdem zu fördern, bieten sich Husten- und Bronchialtees aus der Apotheke oder der Drogerie an. Trinken Sie davon etwa zwei bis vier Liter täglich.
  • Pflanzliche Schleimlöser sind zum Beispiel Spitzwegerich, Huflattich oder Thymian
  • Schleimlösende Hustensäfte, -tropfen oder –tabletten enthalten z.B. die Wirkstoffe Ambroxol oder Acetylcystein.
  • Reiben Sie Ihren Rücken und Ihre Brust mit Erkältungsbalsam ein. Die darin enthaltenen ätherischen Öle (z.B. Eukalyptus, Thymian) wirken schleimlösend, antibakteriell und krampflösend. Ebenso regt Wärme im Bronchialbereich die Durchblutung an, und das Abhusten fällt leichter.
  • Dampfbäder oder Inhalationen wirken beruhigend und entzündungshemmend auf die Atemwege.

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