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  1. Vaginalerkrankungen
  2. Venen
  3. Verdauung
  4. Vitamine

1. Vaginalerkrankungen
Erkrankungen im Intimbereich sind lästig und peinlich, aber immerhin meist gut zu therapieren. Fast jede Frau, egal welchen Alters, hat sich schon einmal in ihrem Leben oder sogar häufiger einen Scheidenpilz zugezogen. Oft genug wird erst einmal die beste Freundin um Rat gefragt, bevor es endlich zu einem Gynäkologen geht. Dann sind häufig schon etliche Tage mit Schmerzen und Juckreiz vergangen, obwohl eine zügige Behandlung wahrscheinlich rasch Linderung gebracht hätte. In vielen Fällen verläuft die Behandlung einer Vaginalmykose recht unkompliziert: Vaginaltabletten, Zäpfchen oder Cremes können die Beschwerden in ein bis drei Tagen lindern und/oder beseitigen.

Der Vaginalpilz (Vaginalmykose) ist weit verbreitet - kaum eine Infektionskrankheit verunsichert und quält Frauen mehr. Über Erkrankungen im Intimbereich redet niemand gerne, da diesen Krankheiten immer noch Klischees wie Unsauberkeit, Geschlechtskrankheit oder sogar Fremdgehen anhaften. Der Scheidenpilz ist ein Hefepilz und verursacht unangenehme Symptome wie Jucken, Brennen und Ausfluss. Eine Pilzinfektion lässt sich mit Anti-Pilz-Wirkstoffen wie Clotrimazol, Bifonazol oder Miconazol aber meist gut behandeln.

2. Venen
Dicke, geschwollene und schwere Beine. Mehr als die Hälfte aller Frauen klagen heutzutage über Venenerkrankungen, die von Wasseransammlungen über Krampfadern bis hin zu Thrombosen reichen können. Besonders betroffen sind Menschen, die einer einseitigen Belastung ausgesetzt sind; so zählen sitzende oder stehende Tätigkeiten zu den Hauptursachen von venösen Beschwerden. Die Venen transportieren das Blut aus allen Körperteilen, zum Teil gegen die Schwerkraft, zum Herzen zurück. Damit das Blut dabei nicht in die falsche Richtung fließt, haben die Venen im Abstand von 4 bis 7 cm Ventilklappen, die das Zurückfließen verhindern. Außerdem unterstützt die "Muskelpumpe" den Rücktransport des Blutes; vor allem wenn die Wadenmuskeln arbeiten, werden die Venen zusammengedrückt und geleert. Kommen Bewegungsmangel, längeres Liegen, Übergewicht, Bindergewebsschwäche oder hormonelle Veränderungen zu einer einseitigen Belastung hinzu, dann kann die allmähliche Erweiterung der Venengefäße der Beine dazu führen, dass die in den Gefäßen vorhandenen Venenklappen nicht mehr richtig schließen und so ihre Ventilfunktion versagt.

Damit kann nur ein Teil des venösen Blutes wieder Richtung Herz zurücktransportiert werden; es folgt seiner Schwerkraft und versackt in den Beinen (typisch: Flüssigkeitsaustritt, Ödeme). Venenmittel sollen venenverengende („venentonisierende“) und den Flüssigkeitsaustritt in das Gewebe verhindernde („ödemprotektive“) Eigenschaften aufweisen. Hier werden Extrakte aus der Rosskastanie sehr erfolgreich eingesetzt. Sie lindern Stauungsbeschwerden, Schmerz- und Krampfzustände sowie das Schweregefühl und fördern durch ihre gefäßabdichtende Wirkung die Beseitigung von Ödemen. Manchmal muss die Therapie jedoch mit klassischen Diuretika, die die Ödeme ausschwemmen, oder mit Blutgerinnungshemmern oder Antithrombotika kombiniert werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, stehen eine ganze Reihe von weiteren Therapiemethoden wie Verödung, Radiowellenchirurgie, das Venen-Stripping, Mikrophlebektomie, innere Laserbehandlung oder äußere Laserbehandlung zur Verfügung. Die Auswahl des Verfahrens sollte nach eingehender Untersuchung beider Beine in Absprache mit dem Facharzt erfolgen.

3. Verdauung
Magen-Darm-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in der Praxis unserer niedergelassenen Haus-, Allgemeinärzte und Internisten. Die meisten Patienten klagen über wechselnde Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Trotz aller Fortschritte beim Erkennen von konkreten Krankheiten zeigen sich bei Patienten und Patientinnen immer wieder unklare Symptome im Bauchraum, die mit Blähungen und Bauchschmerzen verbunden sind. Kann man alle körperlichen und seelischen Ursachen ausschließen, bleiben nur oft noch die so genannten „funktionalen Störungen“ übrig. Zur Behandlung dieser Magen- und Darmreizungen haben sich seit Jahrhunderten pflanzliche Heilmittel bewährt, die obendrein durch geringe Nebenwirkungen überzeugen. Hier bieten sich z.B. einige Kombinationspräparat aus Kamille, Süßholz, Gänsefingerkraut, Wermut, Benediktenkraut, Engelwurz und Johanniskraut. Besonders Kamille und Süßholz enthalten Inhaltsstoffe, die im Bereich des Magens entzündungshemmend und entkrampfend wirken. Sie regen die Heilung von Schleimhautentzündungen und Magengeschwüren an und verbessern die Durchblutung der Magenschleimhaut.

4. Vitamine
Vitamine sind lebensnotwendige Nahrungsbestandteile. Sie liefern keine Energie, sind aber für viele Stoffwechselprozesse sowie für gesundes Wachsen und Gedeihen unentbehrlich. Dabei genügen meist winzige Mengen, um Enormes zu leisten! Vitamine müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden, da der Mensch die überwiegende Mehrzahl der Vitamine (außer Vitamin D) nicht selbst bilden kann. Eigentlich dürfte dies angesichts des großen Nahrungsangebots und der weit verbreiteten Überernährung nicht schwierig sein. Doch mitunter ist das Gegenteil der Fall: Wir essen zwar genug, aber dabei ernähren wir uns vielfach falsch! Die Folgen eines Vitamindefizits können vielfältig sein und zu körperlichen und psychischen Störungen führen.

Vitamine können in zwei Gruppen unterschieden werden: die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K und die wasserlöslichen Vitamine, zu denen neben dem Vitamin C auch die Vitamine des B-Komplexes gehören. Die meisten wasserlöslichen Vitamine können im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen in unserem Körper nicht gespeichert werden, so dass es bei unzureichender Vitaminversorgung schnell zu einer Unterversorgung kommen kann. Speziell bei den Vitaminen des B-Komplexes - insbesondere bei Vitamin B1 und B6 ist eine ausreichende Versorgung nicht immer gewährleistet. Dann können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.

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